Julius Tannert fällt in Führung liegend aus


Julius Tannert und Beifahrer Frank Christian hatten das Glück am Wochenende nicht auf ihrer Seite. Trotz starkem Auftakt und der Gesamtführung nach dem ersten Tag muss das Duo nach zwei Reifenschäden am Samstag die Rallye vorzeitig beenden. Bis dahin lag das Team


auf Siegkurs.


Die Rallye Cimbern rund um Süderbrarup wurde zum erwarteten Poker um das passende Setup und die richtigen Reifen. In der mit über einem Dutzend Autos top besetzte Klasse der allradgetriebenen Turbo-Fahrzeuge konnten sich Julius Tannert und Frank Christian nach einem starken Auftakt durchsetzen und führten die Rallye bereits nach der ersten Wertungsprüfung an. Eine gute Taktik und der passende Pneu sorgten dafür, dass das Fahrerduo vom Team Pole Promotion nach dem ersten Tag und vier gefahrenen WPs mit einem Vorsprung von 2,7 Sekunden an der Spitze des Feldes lag.


Am zweiten Tag starteten Tannert/Christian als erstes Fahrzeug auf die Strecke und fingen sich auf der fünften Prüfung einen Reifenschaden und entsprechenden Zeitverlust ein. Doch direkt im Anschluss auf der sechsten WP ereilte das Team erneut das Pech und mit einem zweiten Reifenschaden bei nur einem mitgeführten Ersatzrad musste das Duo den Volkswagen Polo GTI R5 vorzeitig abstellen.


„Das war wirklich ein bitterer Moment für uns und das Team. Wir lagen absolut auf Siegkurs und hatten das passende Paket, um diesen Erfolg einzufahren. Bei dem engen Kampf an der Spitze haben wir uns bewusst aus Gewichtsgründen für nur ein Ersatzrad entschieden. Diesmal ging diese Rechnung nicht auf und das Glück war nicht auf unserer Seite. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Finale zur 3-Städte-Rallye und wollen dort ein starkes Ergebnis zum Saisonabschluss einfahren. Die Meisterschaft können wir zwar nicht mehr gewinnen, aber wir wollen nochmal alles geben. Die Rallye, die wahrscheinlich im nächsten Jahr zur Rallye-Weltmeisterschaft gehört, wartet mit einem internationalen und stark besetzen Starterfeld auf uns. Wir geben nicht auf, wollen diese Chance nutzen und den dritten Platz in der DRM verteidigen“, resümiert Tannert.


Bereits in knapp zehn Tagen findet der letzte Lauf der Deutschen Rallyemeisterschaft statt, dabei wird in Niederbayern, Oberösterreich und Tschechien gefahren.