Tannert mit starkem Saisonfinale


Julius Tannert hinterließ einen bleibenden Eindruck beim Finale der Türkei und führte die Wertung in der Junior-Rallyeweltmeisterschaft über anderthalb Tage an. Doch der überzeugende Auftritt wurde nicht belohnt. Es waren alle Voraussetzungen für einen spannenden Saisonabschluss in der Junior-Rallyeweltmeisterschaft gegeben – anspruchsvolle Schotterstrecken, eine großartige Kulisse rund um den Küstenort Marmaris und die zwölf besten Nachwuchsrallyefahrer der Welt. Die Rallye Türkei war das letzte Kräftemessen der am stärksten umkämpften Junior-Klasse und wurde dabei zum echten Thriller. Besonders die rauen und ausgefahrenen Schotterwege waren die große Herausforderung für die Piloten. Julius Tannert und Beifahrer Jürgen Heigl zeigten gleich von Beginn an, dass mit Ihnen bei dieser Rallye zu rechnen ist. Bei der ersten 38 Kilometer Schotterprüfung über loses Geröll, vorbei an faustgroßen Steinen und über staubige Sandpisten, holte sich das Duo eine außergewöhnliche Bestzeit und fuhr dabei knapp eine Minute schneller als der Großteil des Junior-WM-Felds. Damit setzte sich der Zwickauer an die Spitze der Junior-Wertung und verteidigte die Führung mit weiteren starken Zeiten und trotz zweier Reifenschäden sowie Bremsproblemen bis Samstagmittag. Auch nach einem Fahrfehler und dem resultierenden Zeitverlust konnte sich der 28-Jährige weiter auf Podiumskurs halten. Doch als am Samstagnachmittag in den ausgefahrenen Strecken gleich drei Reifenschäden verursacht wurden, musste Tannert den Tag vorzeitig beenden und fiel weit zurück. Die geplante Aufholjagd am Sonntag wurde von einer gebrochenen Antriebswelle auf der zweiten Prüfung des Tages ebenso gestoppt und Tannert schied gänzlich aus der Rallye aus. Eine herbe Enttäuschung für den jungen Sachsen, der jedoch unter Beweis stellen konnte, dass er in der Lage ist, eine Schotterrallye aus eigener Kraft zu gewinnen. „Das war wirklich ein außergewöhnliches Wochenende“, resümiert Tannert. „Dass wir durch die Probleme aus der Rallye ausgeschieden sind, ist sehr ärgerlich aber gehört leider zur diesem Sport dazu. Ich freue mich sehr, dass wir die Rallye so lang anführen konnten und wieder auf uns aufmerksam machen konnten. Ich bin stolz auf unsere Leistung. Die viele Arbeit der letzten beiden Jahre trägt Früchte und wir sind auf dem Level der Top-Piloten. Jetzt müssen wir diesen Speed in gute Resultate umwandeln. Die Saison in der Junior-Rallyeweltmeisterschaft war extrem lehrreich für uns und wir haben eine gute Entwicklung gezeigt. Ich hoffe, dass wir diese Erfahrung in der Zukunft nutzen können. Dass mich auf diesem Weg so viele Partner und Förderer begleiten, macht mich stolz und ich bin allen unheimlich dankbar.“ Mit der Rallye Türkei endete die Junior-Rallyeweltmeisterschaft in diesem Jahr. Tannert beendet sie nach dem Ausfall in der Türkei, dem Endlauf mit doppelter Punktevergabe, auf dem 8. Platz. In knapp zwei Wochen steht bereits die nächste Veranstaltung an. Diesmal startet Tannert im Opel ADAM R2 bei der Rallye Erzgebirge, einem Publikumsmagnet. Mehr Infos in Kürze.

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